Life, Liberty & the Pursuit of Happiness

LIFE, LIBERTY and the PURSUIT OF HAPPINESS

Was die US-Unabhängigkeitserklärung und die Yogaphilosophie über Leben, Freiheit und Glück lehren

„Freedom 250“ – Die USA feierten unter diesem Motto am 4. Juli 2026 mit viel Pomp und Glamour ihren 250. Geburtstag, während ich im Urlaub gemütlich auf meinem Liegestuhl fläzend über etwas ernsthaft nachdachte.

Wir alle kennen diesen einen Teil ihrer Unabhängigkeitserklärung. Er wurde berühmt wie kaum ein anderer: Als unveräußerliche Rechte, die der Staat schützt, sind dort genannt: „Life, Liberty and the Pursuit of Happiness.“ Warum hat er bis heute nichts von seiner Kraft verloren? Weil er etwas in uns berührt.

Viele Staaten haben sich verpflichtet, dafür zu sorgen, die Grundlagen zu legen für erstens Leben und Sicherung der menschlichen Grundbedürfnisse, zweitens für freie Meinung, Entfaltung und Selbstbestimmung, und drittens für die Möglichkeit der Menschen, nach Glück streben zu dürfen. Und während es in den großen Demokratien der Welt die Wahl genau dieser Menschen ist, die mitentscheidet, inwiefern diese Grundlagen weiter in Staaten verankert bleiben, haben wir jenseits aller Politik vor allem in unserem Alltag doch auch immer eine Wahl. Eine persönliche.

Nicht nur eine Wahl, nein, wir sind sogar dazu aufgerufen, die Möglichkeiten zu nutzen, die wir haben, um diese Wünsche und Ziele zu erreichen. Täglich, jede Minute. Na prima, wie soll das denn auch noch gehen, fragen wir uns. Denn wir erleben oft etwas ganz anderes, während wir unseren Alltag wuppen.

Wir leben in einer Zeit mit ungeahnten Freiheiten und gleichzeitig mit einer ungekannten inneren Erschöpfung. Der Feierabend, der nicht stattfindet, das Gedankenkarusell…. Und manchmal schreit diese motzige Stimme in uns: Wo bleibe ICH? Wie steht es in deinem Alltag um Life, Liberty, um dein Streben nach Glück?

Die Liegestuhl-Gedanken, die ich mit meinen Leser:innen heute gerne teilen möchte sind folgende:

Life: Leben müssen wir selbst

Staaten können uns Rechte geben, leben müssen wir selbst.

Liberty: Innere Freiheit schenken wir uns selbst

Und unsere innere Freiheit schenken wir uns auch selbst, das kann keine Verfassung tun.

Pursuit of Happiness: Den Weg zum Glück gehen

Ein Recht auf das Streben nach Glück ist wunderbar, dann lass uns auch den Weg zum Glück gehen.

Als diese berühmten Worte 1776 niedergeschrieben wurden, war die Yogaphilosophie bereits seit Jahrhunderten, teilweise Jahrtausenden, überliefert. Und obwohl beide Traditionen aus völlig unterschiedlichen Kulturen stammen, kreisen sie um dieselben Fragen: Was bedeutet Leben? Was ist Freiheit? Und worin besteht wahres Glück?

Es ist faszinierend, dass zwei so unterschiedliche Traditionen – die amerikanische Unabhängigkeitserklärung und die jahrtausendealte Yogaphilosophie – unabhängig voneinander dieselben Grundfragen des Menschseins berühren. Und gleichzeitig ist es für mich gar nicht so überraschend.

Denn an diesem Beispiel sehen wir, dass in uns allen eine Sehnsucht wohnt, die die Menschheit verbindet: der Wunsch, zu leben, frei zu sein und glücklich zu werden. Nicht als politisches Bekenntnis, sondern als tiefes menschliches Bedürfnis über alle Zeiten und Orte hinweg.

Auch wer in seiner Yogapraxis nicht nach dem ultimativen Ziel der Erleuchtung strebt, möchte sein Leben gut gestalten, möchte seine Aufgaben auf dieser Welt erfüllen, möchte glücklich sein und freie bewusste Entscheidungen treffen. Und Glück ist nicht für jeden Menschen dasselbe. Deshalb ist ja auch eine grundlegende Ethik nötig.

In den Yogaschriften finden sich außer dieser Werte-Grundlage auch Antworten auf unsere Lebens-Fragen. Sie helfen uns, unseren Wunsch nach Life, Liberty & Pursuit of Happiness im Alltag zu verwirklichen – nicht nur durch angenehmes Bewegen auf einer Matte, sondern auch durch die tiefer gehende Methoden und die Yogapsychologie.

Oft sind es kleine kurze alltagstaugliche Yogapraktiken, für die wir noch nicht einmal extra eine Matte ausrollen müssen, die die großen Veränderungen für mentale und körperliche Gesundheit und Unbeschwertheit bringen. Man muss sie nur mit Achtsamkeit für Körper und Geist anwenden, damit Stress bewältigbar wird und wir selbstbestimmt in unserer Mitte und Balance sind.

Deshalb ein kleiner Stupser: Wende mal wieder deine persönlichen Praktiken an, damit sich entfalten kann, was in dir schlummert, und damit dein Glück und deine innere Freiheit wachsen können. Für DEIN Leben.

Teile diesen Artikel gerne mit allen, die diese kleine Inspiration gut gebrauchen können.

In diesem Sinne – ein ganz herzliches Namasté und bis hoffentlich bald

Deine Melanie

Über die Autorin: Mehr über Melanie und ihre Arbeit findest du unter meltaapken.de/ueber-mich.

 

Bildmaterial: KI

 

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